Musikalische Früherziehung (ab 4 Jahren)

      

 


Elementare Musikerziehung in der Musikschule - das Eingangstor zur Welt der Musik


Im Musikschulsekretariat klingelt das Telefon: "Gibt es bei Ihnen Kurse für "Musikalische Früherziehung? Kann ich mein Kind anmelden? Was wird denn da eigentlich gemacht? Bieten Sie auch Eltern-Kind-Gruppen für mich und mein zweijähriges Kind an?" So verläuft oft der erste Kontakt von interessierten Eltern mit unserer Schule. Für die Kinder bedeutet die Teilnahme an einem Elementarkurs den ersten Schritt einer oft langjährigen Musikausbildung. Die elementare Musikerziehung ist seit den siebziger Jahren ein fester Bestandteil des Unterrichtsangebots an deutschen Musikschulen. Seit dieser Zeit wurden verschiedene Konzepte entwickelt, welche die Inhalte des VDM-Lehrplans auf unterschiedliche Weise verwirklichen. So kann jede Lehrkraft eigene Schwerpunkte bei der Unterrichts-gestaltung setzen.

Musikalische Früherziehung

wird als 2-jähriger Kurs für Kindergartenkinder oder als 1-jähriger Kurs für Vorschulkinder angeboten.


Schon viele Kinder haben dieses Lernangebot genutzt. Zur Zeit werden ca. 800 Kinder in ca. 90 Gruppen unter-richtet. Das Vorschulalter ist ein sehr wichtiger Lebensabschnitt, um den Kindern Wege zur Musik zu eröffnen. Die Entwicklung des Gehörs und des musikalischen Interesses kann in dieser Zeit besonders geprägt werden. Die elementare Musikerziehung soll bei den Kindern Freude am Lernen und Gestalten wecken und ihnen Wege weisen in ein Leben, bei dem Musik und Tanz eine Rolle spielen.


Was wird gemacht? Was wird gelernt?


Singen, Stimmbildung und Sprecherziehung nehmen einen hohen Stellenwert ein. Über die Stimme als "ureigenes Instrument" entwickeln die Kinder Gefühl für Melodie und Rhythmus. Spiellieder regen zu kreativem Gestalten an.

Das bewusste Hören steht im Zentrum des Unterrichts. Dem Lehrer zuhören, sich selbst und den anderen Kindern zuhören und natürlich, vielen Klängen und Hörbeispielen zu lauschen. Das schult die Ohren, unser wichtiges Sinnesorgan. Sich zur Musik bewegen und Tanzen. Dem elementaren Bedürfnis der Kinder nach Bewegung wird mit vielfältigen Angeboten entsprochen. Um Musik zu erfahren und zu erleben wird Bewegung eingesetzt: als Einzelbeschäftigung, als improvisiertes oder nach bestimmten Regeln ablaufendes Bewegungsspiel in der Gruppe und in gemeinsamen Tanzformen. Elementares Instrumentalspiel: mit dem sog. "Orff-Instrumentarium” erproben die Kinder unterschiedliche Klangfarben und Spieltechniken und setzen es für Liedbegleitung und Ausgestalten von Geschichten ein. An den Stabspielen werden Grundlagen der Musiklehre erarbeitet. Die Instrumente der "Großen" werden ausführlich vorgestellt und deren Klangerzeugung an selbstgebauten Instrumenten nachvollzogen .Diese eigenen Erfahrungen sollen im Kind Neigungen wecken für die Wahl eines evtl. später folgenden Instrumental-unterrichts. Inhalte der Musiklehre, soweit sie für Kinder schon nachvollziehbar sind, werden im Vorschuljahr behandelt. Und außerdem unterstützt der Unterricht viele allgemeine und soziale Verhaltensweisen wie: sich konzentrieren, sich ausdrücken, sich einordnen, zuhören und Rücksicht nehmen. Mit allen Sinnen wahrnehmen, Ideen entwickeln, nachahmen, sich in und mit der Gruppe darstellen.


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